Karotis-Revaskularisation
Die Halsschlagader (Arteria carotis) versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen und gilt deshalb als das wichtigste Blutgefäß. Eine Verengung (Stenose) oder ein Verschluss der Karotis mit entsprechender Mangeldurchblutung des Gehirns kann schwerwiegende Folgen wie einen Schlaganfall nach sich ziehen. Die Hauptursache der Verengung der Schlagadern ist die Arterienverkalkung.
Die Karotis-Rekonstruktion ist ein operativer Eingriff, bei dem eine Verengung der Halsschlagader behoben und ein drohender Schlaganfall verhindert wird. Die Art der Behandlung einer Karotisstenose richtet sich nach dem Grad der Verengung. In leichteren Fällen reicht eine medikamentöse Therapie, in schwereren Fällen bedarf es eines chirurgischen Eingriffs. Die Angaben zum Stenosegrad sind nach der NASCET-Methode dokumentiert. NASCET (North American Symptomatic Carotid EndarterectomyTrial) ist der Name einer randomisierten Studie, in der der Stenosegrad mit Hilfe der Angiographie (Darstellung von Blutgefäßen mittels bildgebender Verfahren) bestimmt wird.
Ab 2012 werden neben bisher bereits dokumentationspflichtigen offen chirurgischen Karotis-Rekonstruktionseingriffen jetzt erstmals auch interventionelle, d.h. kathetergestützte Eingriffe an der Arteria carotis dokumentationspflichtig erfasst. Dadurch erfolgt die Umbenennung des Moduls von Karotis-Rekonstruktion zu „Karotis-Revaskularisation“. Durch die Ausweitung des Verfahrens auf interventionelle Karotis-Revaskularisation (z.B. Stenteinlage oder Ballondilatation) werden weitere Fachdisziplinen in die externe stationäre Qualitätssicherung eingebunden.
Last modified 31.01.2012 12:19 Uhr
